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Autor: Margarete Schnieders-Milden

Vernissage: Projektkurs Kunst

Ausgehend von unterschiedlichen künstlerischen Positionen und Fragestellungen wurden im Laufe der Zeit eigene Ideen zum Themenfeld „Identität?!“ entwickelt und in Form von kleinen und großen Projekten künstlerisch umgesetzt. Fragen, wie „Wer bin ich?“ oder „Wer bin ich nicht?“ wurden ergänzt durch weitere Überlegungen, wie beispielsweise „Wer ist der andere?“ oder „Was macht mich eigentlich aus?“. Neben unterschiedlichsten Einzelarbeiten entstanden so unter anderem auch Werkreihen, wie etwa die „Supermarkt-Identitäten“ oder Fotografien von Lieblingsorten.

Wie die Ausstellung zeigt, waren die künstlerischen Strategien und Umsetzungstechniken der Schülerinnen und Schüler des Projektkurses ausgesprochen vielseitig. So konnten die Gäste der Vernissage nicht nur Fotografien, Malereien, Zeichnungen, Stencils und Collagen, sondern auch bildhauerische Arbeiten und Ergebnisse kombinierter Techniken betrachten. Die künstlerischen Projekte waren – passend zum Schwerpunkt „Identität?!“ – in diesem Jahr wirklich auffallend abwechslungsreich.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern für die Präsentation der wirklich tollen Ergebnisse. Am liebsten würden wir eure Projektkurs-Ausstellung gar nicht mehr abbauen 😉

Gespannt sind wir im Übrigen auch schon auf den nächsten Projektkurs, welcher sich im kommenden Jahr mit dem Themenschwerpunkt „Perspektive(n)“ auseinandersetzen wird.

Allgemeine Informationen zum Projektkurs:

Der Projektkurs Kunst richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die Lust haben, sich über zwei Kurshalbjahre intensiv mit der kreativen Umsetzung eigener künstlerischer Konzepte und Ideen auseinander zu setzen. Am Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium wird der zweistündige Projektkurs in der Q1 angeboten.

Die jeweiligen Schwerpunkte der Projektkurse variieren von Kurs zu Kurs. Grundsätzlich geben diese zwar eine klare inhaltliche Fokussierung vor, lassen aber zugleich genug Offenheit für die Ent­wick­lung einer eigenen Projektidee.

Weitere Informationen geben das Oberstufenteam und natürlich die Fachschaft Kunst.

Guatemalaaustausch: Unser größter Wunsch ist Schnee!

Schon seit Jahren bekommen wir Ende November Besuch von Schülerinnen und Schülern der deutschen Schule in Guatemala Stadt, die bis Mitte Dezember bleiben. Unsere Schülerinnen und Schüler fahren im Sommer nach Mittelamerika.

Doch durch Corona kam es zu einem Stillstand des Austausches. Umso glücklicher waren alle, dass es endlich wieder möglich war. Der 13jährige Emilio ging in die Klasse 8, die 17jährige Mariana in die Q1.

Sie erzählten von der Heimat, zeigten Bilder von der wunderschönen Landschaft und den vielen Sehenswürdigkeiten dort und berichteten vom Schulalltag daheim. Unsere Schülerinnen und Schüler waren überrascht vom hohen Schulgeld, das sie dort zahlen (1700 Euro pro Quartal) und wie gut die beiden Deutsch sprechen. Mariana und Emilio beneideten die deutschen Jugendlichen um die vielen Freiheiten, die sie hier haben, und bewunderten ihre Selbstständigkeit. Sie wunderten sich über Ausdrücke wie „Ein bisschen frische Luft tut dir gut“ oder „Lass mal ein bisschen frische Luft herein“. Sie verstanden die einzelnen Wörter, nicht aber die Bedeutung. „Wenn man in Guatemala Kopfschmerzen hat, nimmt man eher eine Tablette und macht nicht das Fenster auf“, erklärte Mariana. „Unglaublich, wie viele alte Leute hier Fahrrad fahren“, zeigte sich Emilio beeindruckt. In einem Punkt waren sie sich einig: Das Beste an ihrem Aufenthalt war für sie neben ihren supernetten Gastfamilien die Kältewelle. „In Guatemala wird es nie kälter als 15 Grad und wir haben noch nie Schnee gesehen! Und Weihnachten in Guatemala wird nicht so zelebriert wie hier. Die Adventszeit ist wunderschön!“

Der Abschied war tränenreich. „Ich hätte nie gedacht, dass in nur drei Wochen Menschen mir so ans Herz wachsen können“, jammerte Mariana. Der Trost ist, dass Frida, Henri und Leander vom Schlaun schon bald nach Guatemala kommen. Mal sehen, mit welchen Eindrücken sie zurückkommen…

Und wer Lust bekommen hat, im nächsten Jahr auch am Guatemalaaustausch teilzunehmen, melde sie bei Frau Wobbe, Frau Leis oder Frau Le Breton.

Seit drei Monaten am Schlaun – unsere französische Fremdsprachenassistentin im Interview

Eulalie Vieux begleitet die Französischlehrerinnen in den Unterricht und bietet immer dienstags von 14.15h bis 15.00h eine Französisch-AG für die Klassen 5 und 6 an, in der man spielerisch an diese schöne Sprache und Kultur herangeführt wird.

Der Französisch-GK der Q2 hat Eulalie interviewt, natürlich auf französisch, aber hier die Übersetzung auf Deutsch.

Wie alt bist du?

Ich bin 22 Jahre alt.

Woher kommst du?

Ich komme aus einem kleinen Ort in Nordfrankreich zwischen Paris und Lille. In Lille studiere ich.

Was studierst du?

Ich studiere science po, also Politikwissenschaften.

Warum bist du nach Deutschland gekommen?

Ich finde es interessant, eine neue Kultur und ein neues Land zu entdecken und neue Leute kennen zu lernen.

Ist es schwer für dich, hier in Deutschland zu leben?

Es ist schwer, in einem fremden Land zu leben, wenn man die Sprache nicht spricht. Ich kann aber schon Deutsch sprechen, ich kenne Münster bereits, also ist alles in Ordnung.

Was magst du hier?

Ich mag die Stadt, die Leute, die Schule, die Schüler, die Lehrer…

Warum bist du am Schlaun?

Ich mache gerade meinen Master und sammele gleichzeitig Erfahrung in der Schule. Ich mag es, Schülern zu helfen und möchte sehen, ob der Lehrberuf für mich der Richtige ist.

Welches Fach kannst du später unterrichten?

Mit meinem Studium kann ich Lehrerin für Wirtschaft, Sozialwissenschaften oder Deutsch werden. Nach dem Studium muss man eine zusätzliche Prüfung machen.

Welches Schulsystem ist besser? In Frankreich oder in Deutschland?

Das kann ich nicht sagen. In Frankreich herrscht mehr Disziplin, die Schüler sind ruhiger. In Deutschland finde ich gut, dass man religiöse Zeichen tragen darf und die Schule früh endet. Es ist interessant, dass die Lehrerinnen und Lehrer hier zwei Fächer unterrichten.

Eulalie wird noch bis Ende Mai bei uns am Schlaun bleiben. Wir sind gespannt auf das nächste Interview.

Schlaun.Lab kreativ – Unser Postkarten-Workshop für neugierige Kids der 4. Klasse.

Anders als beim Schlaun.Lab digital stand hier nicht das i-Pad, sondern das Gestalten von kreativen Postkarten im Vordergrund.
Den ganzen Nachmittag haben wir gemeinsam mit den Kids aus der vierten Klasse geklebt, gemalt, gezeichnet, gestempelt und geschrieben … sogar unsere Druckerpresse kam zum Einsatz.
Es hat uns sehr viel Spaß gemacht gemeinsam mit unseren Gästen verschiedene Materialien und künstlerische Techniken zu erproben. Von Neonfarben über Sternchendruck bis hin zu Pop-Up-Elementen – den fantasievollen Ideen waren keine Grenzen gesetzt.
Die kreative Power zeigte sich in den wirklich tollen Ergebnissen! Eigentlich schade, dass wir eure zauberhaften Karten nicht behalten durften, liebe Viertklässlerinnen und Viertklässler 😉 … sicherlich findet ihr schnell fröhliche Abnehmer. Da sind wir uns sicher!
Das war wirklich ein toller Nachmittag. Vielen Dank für Euren Besuch!

Im Übrigen sind wir auch schon sehr gespannt auf unser nächstes Schlaun.Lab. Ihr auch?
Beim Workshop (Schlaun.Lab Foto+Film) am 24. März 2023, erkunden wir gemeinsam mit unseren Gästen aus der vierten Klasse die Geheimnisse der Fotografie. Mit neugierigen Kids gestalten wir dann nämlich coole Fotos mit dem i-Pad. Zu unserem letzten Schlaun.Lab Foto+Film gibt es hier auf der Homepage Informationen, direkt zur Anmeldung geht es hier.

Vorlesewettbewerb – Jana Boussouf und Katja Tenbrink belegen den 1 und 2. Platz

In den beiden 6. Klassen wurden in den Vorwochen im Deutschunterricht die Klassensieger im Deutschunterricht ermittelt. In der Klassen 6A mit ihrem Deutschlehrer Herrn Goerke setzten sich Katja Tenbrink und Marie Wischmeier mit überzeugenden Leseleistungen gegen die Mitschülerinnen und Mitschüler durch; in der 6B mit ihrem Deutschlehrer Herrn Lucke qualifizierten sich Paula Bracht und Jana Boussouf für die Schulausscheidung.

Bei gespannter Stille hörten bei der diesjährigen Schulausscheidung etwa 60 Kinder den Vorträgen der Finalistinnen aus deren Buchempfehlungen von fantastischen oder alltäglichen Situationen zu und honorierten alle 4 guten Leseleistungen mit anerkennendem Applaus. Knapp setzte sich am Ende Jana Boussouf aus der 6B gegen ihre Konkurrentinnen aus der eigenen Klasse und der Parallelklasse durch. Sie wurde von der Jury einstimmig zur Schulsiegerin gewählt. Herr Lucke gratulierte der Gewinnerin aus der 6B mit einem Buchpreis. Jana darf sich nun im Februar auf Stadtebene der Münsteraner Kreisauswahl stellen.

Das Schlaun wünscht seiner Vertreterin Jana Boussouf viel Erfolg bei der nächsten Entscheidung und hoffentlich dann auf ihrem Weg zum Landessieg!

Klasse 6A zu Besuch im Landesmuseum – Kulturvermittlung mal anders

Hier trafen die jugendlichen Schülerinnen und Schüler auf den 400 Jahre alten deutscher Barockmaler Wolfgang Heimbach. Sperrige Kost für die Kinder – könnte man denken, bis man die großartigen Ideen der Kulturvermittlung erlebt, diesen aus der Zeit gefallenen Künstler in die Lebenswelt der Nachwuchskünstlerinnen und -künstler zu holen. Mit Schauspielerinnen und Schauspielern des Improtheaters wurden die Geschichten aus den Bildern in den Raum geholt und lebten plötzlich. Die entfernten Szenen der lang vergangenen Bildinterieurs wurden im Spiel in unsere Zeit geholt und bildeten unter Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler eine Möglichkeit des Lebendigwerdens der Konzertmusiker, der Koch- und Küchenszenen und der Zwiegespräche zwischen den Bildfiguren. In den Ateliers gestalteten die Schülerinnen und Schüler anschließend kleine ,,barocke“ Blattgoldrahmen, in die sie „wertvolle“ Miniaturen einarbeiteten. Ein unvergessliches Erlebnis!