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Autor: Margarete Schnieders-Milden

¡Viva España! – Spanienaustausch Mai 2023

Nachdem alle den Anreisetag gut überstanden hatten und von ihren Gastfamilien herzlichst in Empfang genommen worden waren, ging es am nächsten Morgen direkt mit dem Bus und bei bestem Wetter nach Valencia. Begleitet durch einen ortskundigen Lehrer unserer Gastschule IES Pare Vitòria schauten wir uns gemeinsam die Altstadt, das Rathaus und die Markthalle an, in der es viele landestypische und regionale Produkte zu entdecken gab. Angepasst an den spanischen Essensrhythmus trafen sich nach einem kleinen Einkaufsbummel alle zum gemeinsamen „Mittagessen“, das in Spanien typischerweise zwischen 15 und 16 Uhr stattfindet. Abgerundet wurde der Ausflug schließlich durch einen Spaziergang durch die beeindruckende Ciudad de Artes y Ciencias.

Am nächsten Morgen trafen wir uns zunächst an unserer Gastschule, wo wir nicht nur die Schule kennenlernen konnten, sondern auch einige Einblicke in den spanischen Unterricht erhielten. Während die spanischen Schülerinnen und Schüler an diesem Vormittag wie gewohnt ihren Unterricht besuchten, machten wir uns auf den Weg nach Alcoy, um mehr über die Stadt und ihre Geschichte zu erfahren. Besonders das Museo de las fiestas ermöglichte uns einen sehr realistischen Eindruck der traditionellen Festlichkeiten im Zuge der bedeutenden Schlacht der Mauren und Christen während der Rückeroberung Spaniens im 15. Jahrhundert. Von den jährlichen Festtagen, die wir leider um genau eine Woche verpasst haben, waren in den Straßen nur noch Beleuchtungen und Konfetti zu sehen, sodass sich alle schnell einig waren: Es lohnt sich die Stadt mindestens ein zweites Mal zu besuchen, um live dabei sein zu können.

Da wir bis zu diesem Zeitpunkt das Meer nur vom Flugzeug aus gesehen hatten, ging es am Samstag mit dem Auto nach Benidorm. Bei angenehmen 24 Grad und Sonnenschein haben sich alle in das erfrischende Mittelmeer gewagt und dort mit ihren Gastfamilien am Strand einen großartigen Tag verbracht.

Viel zu schnell kam am Sonntagmorgen der Abschied, der allen sichtlich schwerfiel. Nachdem die letzten Abschiedsfotos gemacht und alle Tränen getrocknet waren, brachte uns der Bus nach Alicante. In der direkt am Meer gelegenen Stadt gab es neben dem Castillo de Santa Bárbara, einem Mittelaltermarkt, der Altstadt und der Strandpromenade viel zu entdecken, sodass der Tag, mit vielen weiteren Möglichkeiten, in Kontakt mit der spanischen Kultur zu treten, wie im Flug verging.

Flug war dann auch das Stichwort für unseren Abreisetag am Montag. Am nahegelegenen Flughafen wurden während der Wartezeit eifrig Fotos ausgetauscht, Geschichten erzählt und gemeinsam gelacht. Während der fünftägigen Reise konnten unsere Schüler*innen nicht nur ihre erworbenen Spanischkenntnisse anwenden und erweitern, insbesondere der kulturelle Austausch und das Knüpfen internationaler Kontakte wird ihnen lange in positiver Erinnerung bleiben.

Kultur?… läuft bei uns

Im Rahmen des SchlaunKult(o)ur-Programms fand wieder eine Exkursion in ein Museum statt. Dieses Mal ging es ins LWL-Museum für Kunst und Kultur.

Nachdem der Kunst-Leistungskurs der Q1 sich monatelang theoretisch in allen Facetten mit dem Werk des berühmten Malers Edvard Munch im Speziellen und der Abstraktion in der Malerei im Allgemeinen beschäftigt hatet, wollten die SchülerInnen endlich auch einmal Originale sehen. So hatten sie das Glück, zwei echte Munchs in der Sammlung des LWL-Museums bewundern zu können.

Die Führung gab darüber hinaus Einblick in das Werk der Expressionisten mit Gemälden von Mitgliedern der Künstlervereinigungen „Der Blaue Reiter“ und „Die Brücke“. Jetzt kann es frisch inspiriert wieder in die Schule und damit an die eigene Malerei auf Leinwand gehen!

Bienvenid@s a Münster

Aufgeregt, nervös, aber gleichzeitig voller Vorfreude und Spannung erwarteten 15 unserer Spanischschülerinnen und Spanischschüler der 9. Jahrgangsstufe am frühen Abend des 13.03.2023 ihre Austauschpartnerinnen und Austauschschüler von Pare Vitoriaaus Alcoy, einer südostspanischen Kleinstadt in der Nähe von Alicante.

Nach einer kleinen Stärkung am internationalem Snackbuffet und dem ersten Kennenlernen in der Schulcafeteria ging es für unsere spanischen Gäste, die bereits eine lange und aufgrund der Wetterbedingungen recht turbulente Reise hinter sich hatten, endlich in ihre Gastfamilien.

Am nächsten Morgen stand zunächst der gemeinsame Schulbesuch auf dem Programm. Doch bereits auf dem Weg dorthin wurde vielen klar, dass das in Münster so verbreitete Fortbewegungsmittel Fahrrad, in Spanien gar nicht mal so gängig ist und für die Mehrheit der spanischen Schülerinnen und Schüler eine große Herausforderung darstellt. So mussten kurzerhand Alternativen für den Schulweg gefunden werden.

In der Schule angekommen stand der gemeinsame Spanischunterricht auf dem Stundenplan. Anschließend hatten die spanischen Austauschschülerinnen und Austauschschüler und ihre zwei Begleitpersonen bei einer Schulführung die Gelegenheit, das Schlaun-Gymnasium zu erkunden und kennenzulernen.

Im Anschluss trafen sich alle auf dem Schulhof, von dem aus die Stadtrallye durch Münster losgehen sollte. Spannende Rätsel und Fragen führten durch Münsters Innenstadt, die trotz Regen, Wind und 7 Grad Außentemperatur einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Auch wenn das offizielle Programm um 16 Uhr beendet war, wurden die Abende häufig für weitere gemeinsame Aktivitäten wie Besuche auf dem Send oder Kochen genutzt.

Am Mittwoch, 15.03.2023, veranstalteten wir im Rahmen des planmäßigen Spanischunterrichts eine Spielstunde in der Cafeteria, zu der die Schülerinnen und Schüler ihre Lieblingsgesellschaftsspiele mitbringen konnten. Es war für jeden etwas dabei und den Schülerinnen und Schülern fiel es zunehmend leichter, sich miteinander zu verständigen.

Nachmittags ging es dann ins Ninfly (Trampolinpark), wo sich alle so richtig austoben und ihre turnerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen konnten.

Und schon neigten sich ereignisreiche Tage dem Ende entgegen. Neue Freundschaften wurden geschlossen, viele kulturelle Eindrücke gewonnen und viele unvergessliche Erinnerungen geschaffen. Abgerundet wurde die erste Runde des Austauschs schließlich mit einer Abschiedsfeier und einem sich anschließenden Kinoabend im Schlaun-Gymnasium, bevor sich die Spanierinnen und Spanier gegen Mitternacht auf den Weg zum Flughafen machten. Die Verabschiedung fiel sichtlich schwer und nicht alle Augen blieben trocken.

Trost spendet jedoch der Ausblick auf ein baldiges Wiedersehen Anfang Mai in Spanien, wo uns viele weitere spannende, interessante und kulturelle Ereignisse erwarten werden.

Latein vor Ort – Antike hautnah

Ausgerüstet mit Enthusiasmus und fundiertem Wissen aus bald fünf Lateinlernjahren über römische Geschichte und römisches Alltagsleben konnten die 13 Schülerinnen und Schüler in Begleitung von Frau Schnieders-Milden und Herrn Caffier an zwei Tagen “in situ” erfahren, wie die Römer an der Mosel lebten und welche Spuren sie dort hinterlassen hatten. 

In der ältesten Stadt Deutschlands erkundeten die Schülerinnen und Schüler am ersten Tag nicht nur antike Bauten, das Amphitheater, die Kaiserthermen und die Römerbrücke, sondern auch den (immerhin auf antiken Fundamenten errichteten) Trierer Dom und die angrenzende Liebfrauenkirche, die sich einen gemeinsamen Kreuzgang teilen. Der Weg führte die Gruppe auch am Geburtshaus von Karl Marx vorbei – schließlich gibt es nicht nur Antikes in Trier.

Der zweite Exkursionstag begann mit der Besichtigung der berühmten Porta Nigra. Es folgte der Besuch der Konstantinsbasilika. Alle diese Bauwerke und die Trierer Geschichte lernten die Schülerinnen und Schüler mit fachkundigen Vorträgen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler kennen. Abschließend stand eine Rallye im antiken Teil der Dauerausstellung im Rheinischen Landesmuseum auf dem Programm. Dort beeindruckten nicht nur das berühmte Neumagener Weinschiff und das Schulrelief, das in wohl jedem Lateinbuch zu finden ist. Auch die vielfältigen und die detailreichen Mosaiken, der Trierer Goldmünzenschatz, Skulpturen und Modelle der antiken Stadt Trier boten den Schülerinnen und Schülern ein eindrucksvolles Bild des römischen Lebens an der Mosel.

Voller neuer Eindrücke aus der Antike waren sich die Schülerinnen und Schüler und die magistri am Ende einig: “Trier ist immer eine Reise wert!”

Ski-Schmankerl in Südtirol

Am Donnerstag, 16.3.23, ging es per Nachtfahrt Richtung Bozen.

Morgens wurden wir schon mit Sonnenschein begrüßt. Nach einer Ortsbegehung und Skileihe stärkten wir uns mit einem leckeren Mittagessen, um fit genug für die erste Sicherheitsunterweisung zu sein und erste Übungen auf einem Ski zu meistern.

An den folgenden Tagen starteten die vier Skigruppen um 9 Uhr ordentlich eingecremt. Erstes Ziel war „weg von der Pizza, hin zu den Pommes“ (vom Pflug zum Parallelfahren). Die ersten Liftfahrten wurden überwiegend mit Bravour gemeistert. Manche bevorzugten allerdings den Tellersturz und eine anschließende Wanderung. Aber die Technik verbesserte sich stets, der Mut steigerte sich und so bezwangen alle das Schwarzhorn.

An den Abenden spielten wir gemeinsam Tischtennis oder feierten Après-Ski-Party und Disco-Abende mit unseren neuen Bochumer Freunden.

Alle Siebtklässler reiften durch vielfältige Erfahrungen im Skikeller, beim Küchendienst und bei der erforderlichen Disziplin auf dem Berg. Die Gruppenzusammenstellungen wechselten täglich und die Stufe wuchs näher zusammen.

Nun sind alle mit guter Stimmung zurück und werden eine lange Zeit davon zehren.

Salam Aleikum!

Nachdem wir im Geschichtsunterricht der EF schon viel über den Islam und die Begegnung der christlichen und muslimischem Kultur während der Kreuzzüge erfahren hatten, stand am Dienstag, 21.3.2023 eine Geschichtsstunde der besonderen Art auf dem Programm.  Diesmal nicht bei Frau Meier-Kolthoff in Raum 206, sondern stattdessen fand der Unterricht  nämlich in der wunderschönen Zentralmoschee statt, wo uns die Imamin Frau Mert vieles zur Glaubenspraxis der Muslime in Münster erklärte: Interessant, dass man im März um 4.46 Uhr morgens zum ersten Mal beten soll (Das Aufstehen zur ersten Stunde erscheint da ja quasi wie „Ausschlafen“!). Gleichzeitig lernten wir die Moschee aber auch als äußerst familienfreundlichen Ort kennen mit vielen Angeboten für die muslimische Community. Unerwartet locker ging es auch im Gebetsraum zu, wo man außerhalb der festen Gebetsstunde auch einfach einmal entspannen darf. Wieder etwas gelernt, fanden wir! Ein herzliches Dankeschön geht an Frau Mert für die tolle Führung.