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Autor: Margarete Schnieders-Milden

Feierlichkeiten zum Jubiläum 375 Jahre Westfälischer Frieden …

Am gestrigen 24. Oktober jährte sich der Tag der Unterzeichnung des Westfälischen Friedens zum 375. Mal. Zu diesem Anlass fanden zahlreiche Veranstaltungen statt. Bei der Feierstunde am Vormittag im historischen Rathaus mit der Eröffnung des „Book of Peace“ waren unsere Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 zu Gast stellvertretend für die Schülerschaft Münsters geladen und trugen sich als eine der ersten in das „Book of Peace“ ein.

An der Mittagsveranstaltung, einer Podiumsdiskussion im Kleinen Haus des Stadttheaters zum Thema „Let’s talk: Peace beyond boaders“, nahmen Schülerinnen und Schüler der Q1 und Q2 teil. Friedensexpertinnen und -experten aus aller Welt, aus Pakistan, Nepal, Indien, von der UN, vom Netzwerkes MUIMUN der Universität Münster und auch die Friedensnobelpreisträgerin des Jahres 2011 Leymah Gbowee aus Liberia, diskutierten mit den jungen Menschen über den Frieden in einer multipolaren Welt.

Das sehr gelungene kurze Interview mit Milo und Luzie aus der 10, das bei der Feierstunde am Vormittag entstanden ist und in der WDR Lokalzeit vom 24. 10. (Minute 04:35-05:55) gezeigt wurde, können Sie / könnt ihr anschauen.

Eine sehr gelungene und von unserer Seite aus hervorragend verlaufene Veranstaltung!

Unsere Schlaun-Projektwoche im Oktober 2023 – jetzt auch im eBook

Am Freitagnachmittag wurden die beeindruckenden Ergebnisse der staunenden Öffentlichkeit präsentiert. Die entstandenen kreativen Produkte wurden zum Kauf angeboten, in der Schlaunhalle gab es Tanz-, Theater- und Musikaufführungen und beim Schlendern durch die Schule konnte man interessante Plakatwände studieren, Filme ansehen, die Dschungellandschaft im Erprobungsstufenflur bewundern und sich über Projektergebnisse informieren.

Alle Projekte der Schlaunwoche stellt das Team des Projektes „Doku-Projektwoche“ nun in einem E-Book vor, in dem neben dem Film zur Projektwoche auch zahlreiche kurze Filme, Bilder und Links und QR-Codes zu Arbeitsergebnissen aus den anderen Projekten zu finden sind. Eine großartige Erinnerung! Viel Spaß beim (digitalen) Blättern im eBook zur Projektwoche!

Übrigens: Es lohnt sich, in den nächsten Tagen immer wieder einmal in das E-Book zu schauen, da einige Projektergebnisse noch eingefügt werden!

Archäologen zu Gast am Schlaun

In der 6A und 6B steht seit diesem Schuljahr ein neues Fach auf dem Stundenplan: Geschichte! Geht es da nicht um verstaubte alte Dokumente und längst vergangene Zeiten? „Alles andere als verstaubt“, fanden die beiden Klassen schnell heraus! Spätestens seit die Online-Archäologin Frau Lage und ihr Kollege Herr Golüke, der Papa von Maya aus der 6B, zu Gast waren steht fest: Geschichte ist überhaupt nicht langweilig. Wusstet ihr zum Beispiel, dass alle europäischen Archäologen sich zum Europa-Fußball-Cup der Archäologen treffen und gegeneinander antreten? Oder dass in der Steinzeit köstliche Dreigänge-Menus auf dem Speiseplan standen, wie sich rekonstruieren lässt. Wir erfuhren auch, wie Archäologen mit hochmodernen Methoden Rätsel der Vergangenheit knacken und dass man dazu oft viel Kreativität, detektivischen Spürsinn, aber auch Durchhaltevermögen beim anstrengenden Arbeiten an Grabungsstätten in jeder Wetterlage benötigt. Dazu brachte Herr Golüke noch tolle Fundstücke aus der Uni Münster mit, die die Kinder anschauen durften. Frau Lage, die Online-Archäologin, berichtete per Apple TV, beantwortete geduldig alle von den Klassen vorbereiteten Fragen und zeigte uns dazu tolle Bilder aus ihrem Arbeitsalltag. Das war Geschichte hautnah – wir bedanken uns bei den Experten, die uns im Unterricht besucht haben und sind gespannt, was dieses neue Fach für uns noch bereithält.

Ein mittelalterlicher Stadtrundgang durch Münsters Altstadt

Auf der Suche nach mittelalterlichen Spuren schauten wir uns verschiedene Gebäude an und hörten Vorträge, die die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld passend zu den Sehenswürdigkeiten entwickelt haben. Fast so, als seien sie erprobte Stadtführerinnen und Stadtführer, erläuterten sie ihren Mitschülerinnen und Mitschülern wichtige Aspekte u.a. über den Zwinger, das Rathaus, die Lambertikirche, den Dom und den Drubbel.

Landessieg beim Geschichtswettbewerb

Mit einigem Stolz nahmen Ginta, Max, Frida, Lilly, Maria, Halaz und Greta am Montag (18.09.) ihre Urkunden im Haus der Geschichte in Bonn entgegen. In ihrer Arbeit mit dem Titel „(Über-)Leben ohne Wohnen?“ fragen die Schülerinnen und Schüler der Jg. 9 – Q2 nach dem Verlust von Wohnraum im Rahmen der Verfolgung und Deportation jüdischer Familien aus dem Umfeld des Schlaun-Gymnasiums. Was ist aus den Wohnräumen deportierter Familien geworden? Unter welchen Umständen lebten die jüdischen Familien nach ihrer Entrechtung und Deportation? Dürfen wir hier noch von „Wohnen“ sprechen? Und gab es für Überlebende nach dem Krieg Entschädigungen?

Die mit 500 Euro dotierte Arbeit ist unter dem diesem Link als E-Book abrufbar.

Für die Geschichtsforscherinnen und -forscher aus dem Schlaun steht fest: Historische Forschung lohnt sich!

Bild: So sehen Siegerinnen und Sieger aus: Ginta, Max, Frida, Lilly, Maria, Halaz und Greta (Foto: Claudia Höhne)

Denkmalanders – Beitrag zur Schulaktionswoche der Stadt Münster

In einem Expertengespräch mit Herrn Dr. Hoffrogge vom Stadtarchiv hat der Kurs den historischen Kontext des 1909 errichteten Ehrenmals beleuchtet. So konnten das Erinnerungsmotiv und die heldenhafte Darstellung der Soldaten und Siege in den Kriegen von 1864 (Dänemark), 1866 (Österreich-Ungarn) und 1871 (Frankreich) entschlüsselt werden. Anschließend bewerteten die Nachwuchshistorikerinnen und -historiker die heutige Wirkung und Bedeutung des Denkmals, indem sie  Argumentationen für die Bewahrung, für den Abriss und für die neue Kontextualisierung des Denkmals entwickelten. Abschließend stellte der Kurs einen kreativen Vorschlag für die Umgestaltung des Kriegerdenkmals im Zeichen des 375. Jubiläums des Westfälischen Friedens vor: Wie wäre es, wenn die Friedensallegorie des 1942 demontierten Friedensdenkmals am Kanonengraben den Sockel des Kriegerdenkmals am Mauritztor krönen würde? Können wir so einerseits Denkmäler als Zeitzeichen erhalten und sie zugleich in ihrer Veränderungsfähigkeit und -notwendigkeit zeigen?

Die Ergebnisse sind in einem illustrierten E-Book zusammengestellt, das unter diesem Link aufgerufen werden kann.