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Autor: Margarete Schnieders-Milden

SchlaunKulturtage: Museum, Museum, Museum… und nochmal Museum

Während die Klasse 8A das LWL-Museum für Naturkunde mit Planetarium besuchte, nahmen gleich zwei Klassen an unterschiedlichen Führungen des Stadtmuseums teil. Die Schülerinnen und Schüler der 7U erhielten hier eine Führung durch die Schausammlung zur Stadtgeschichte, wohingegen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9C zwischen den Themen „30-jähriger Krieg, Münster und der Westfälische Frieden“ und  „Münster zwischen Nationalsozialismus, Zerstörung und Wiederaufbau“ wählten.

Auch der Mühlenhof war Ziel verschiedener Exkursionen, denn sowohl die Klasse 9A als auch die Klasse 9B besuchten das Freilichtmuseum während der SchlaunKulturtage.

Bei dem breitgefächerten Programm durfte natürlich auch das LWL-Museum für Kunst und Kultur nicht fehlen. So nahmen gleich mehrere Klassen bzw. Kurse des Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasiums an den Atelier-Workshops zur Sonderausstellung „Sommer der Moderne“ teil.

Inspiriert durch die Exponate der aktuellen Ausstellung gestalteten die Schülerinnen und Schüler   der 7B analoge Filmstreifen zum Thema Bewegung, welche anschließend zu einem kleinen Film montiert wurden.

Die Schülerinnen und Schüler der 9B hingegen trugen die Farbtheorien von Josef Albers in den Alltag und gestalteten eigene Mode-Entwürfe zum Thema Blockfarben.

Nach einer kleinen Einführung in die ständige Sammlung nutzte auch der EF-Französischkurs die Möglichkeit, in den großzügigen Ateliers des LWL-Museums für Kunst und Kultur praktisch zu arbeiten.

Passend zum Schwerpunkt der Schule war das Programm der SchlaunKulturtage wirklich vielfältig und natürlich sehr kreativ. Wir freuen uns definitiv aufs nächste Jahr.

P.S. Neben den zahlreichen Exkursionen zu unterschiedlichsten Münsteraner Museen fanden im Rahmen unserer SchlaunKulturtage im Übrigen auch verschiedene Kreativ-Workshops statt. Hier kamen die unterschiedlichsten Materialien, wie zum Beispiel Beton, Papier und Makramee-Garn zum Einsatz.

Archäologisches Museum mal drei

Wenn die Themen aus dem Unterricht noch einmal auf andere Weise vermittelt werden, erweitert das die Sicht. Das war das Fazit der Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, die am Schlaun eine alte Sprache lernen.

Die Lateinkurse hatten im vergangenen Halbjahr Ovids Metamorphosen (EF) und Livius‘ Römische Geschichte (Q1) gelesen, beides Autoren, die in der Zeit des ersten römischen Kaisers Augustus lebten und schrieben. Für das Verständnis der Texte und der Denkweise der Autoren ist die geschichtliche Einordnung des Gelesenen enorm wichtig. Da lag es nahe, das Wissen über das Leben im alten Rom zu vertiefen. Und wo geht das besser als im Archäologischen Museum der Universität Münster am Domplatz? Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler jeweils spannende Führungen mit interaktiven Elementen zu so unterschiedlichen Themen wie Freizeit und Vergnügen (Wagenrennen und Gladiatorenspiele (verbunden mit der Frage, wie das alles finanziert wird), Totenkult, Kindheit und Jugend, Theater und Kaiserkult. Dabei durften sie auch Artefakte in die Hand nehmen und genau betrachten. Denn bevor Archäologen ein Fundstück erklären und deuten, müssen sie es ganz genau beschreiben.

Höhepunkt und Abschluss war die anschauliche Präsentation der Kleidung der Römer. Eine Schülerin und ein Schüler wurden dabei in die Gewänder einer römischen matrona und die Toga eines römischen Patriziers gehüllt. Eine Toga ist über fünf Meter lang. Klar, dass es unmöglich war, so ein Gewand ohne Hilfe anzuziehen, vor allem, da die Falten der Toga auf eine bestimmte Weise gelegt werden müssen.

Auch der Griechischkurs der EF konnte seine Kenntnisse der Realienkunde vertiefen. Bei der Führung wurden die Ausstellungsstücke aus der griechischen Antike erklärt. Die Welt der Götter und Menschen wurde lebendig, auch mit ganz modernen Fragestellungen. Wie sah es z. B. mit Diversität und Geschlechterrollen im antiken Griechenland aus? Auch hier wurden ein Schüler und eine Schülerin mit Gewändern nach antiker griechischer Art gekleidet.

So wird die Welt der griechischen und römischen Antike lebendig!

Flucht vor dem Krieg in der Ukraine

In der 9. Klasse ist ein Thema im Fach Erdkunde das Thema „Migration“. Dieses Thema lernten die Neuntklässlerinnen und Neuntklässler durch den eindrücklichen und bewegenden Bericht von Lina aus einer sehr persönlichen Perspektive kennen.

Lina (heute 23 Jahre), die im Augenblick ein Praktikum bei Frau Hafeneger in der Schulsozialarbeit macht und deren Bruder Schüler in unserer 8U ist, hatte ein tolles Leben in Kiew: Studium abgeschlossen, eine Arbeit, die Spaß macht, Freunde, eigene Wohnung, Hobbies. Das änderte sich von einem Tag auf den anderen, als am 24. 2. 2022 der Krieg in de Ukraine begann. Schon am nächsten Tag fassten ihre Mutter, sie und ihr Bruder den Entschluss, vor dem Krieg nach Deutschland zu fliehen. Arbeit, Freunde, Wohnung, Hobbies – alles vorbei, stattdessen ein kompletter Neuanfang in einem Land, dessen Sprache sie erst lernen musste. Wie sie den Kriegsbeginn und die Flucht nach Deutschland erlebt hat und wie sie sich seither in Münster langsam ein neues Leben aufbaut, davon erzählte Lina in bereits sehr gutem Deutsch und auf Englisch. Viele Fragen der Neuntklässlerinnen und Neuntklässler, die sich von ihren Erlebnissen und ihrer Zielstrebigkeit beeindruckt zeigten, beantwortete sie abschließend.

Bei dem Vortrag in der 9B hatte sie auch ihre Freundin Mascha mitgebracht, die von ihrem Freund erzählte, der in der Ukraine als Soldat kämpft. Mascha zeigte Bilder und Filmausschnitte von den Zerstörungen und dem Leben eines Soldaten an der Front und demonstrierte, wie sie mit Hilfe von Notfall- und Warnapps die Kampfhandlungen in der Ukraine aus Sorge um ihren Freund verfolgt. Fazit der Schülerinnen und Schüler: „Wir sehen den Krieg in der Ukraine nun auch in der Perspektive von Augenzeugen.“

Besuch vom Clown Fidelidad

Die letzte Aufführung unserer „Schule mit Clowns“ ist noch gar nicht lange her. Was liegt näher, als die Arbeit eines echten Clowns einmal aus nächster Nähe zu beobachten und ihn über seinen Beruf zu befragen?

Zwei Tage vor den Ferien hatten unsere Fünftklässlerinnen und Fünftklässler (und viele andere, die dazu kamen) im Rahmen unserer Kulturtage ein besonderes Vergnügen: Der bekannte Münsteraner Clown Fidelidad präsentierte seine Aufführung. Dabei gab es nicht nur viel zu lachen, sondern auch noch viele kleine Tipps und Tricks aus der über vierzigjährigen Karriere von Clown Fidelidad, der im echten Leben Wolfgang Konerding heißt.

Ein ganz herzliches Dankeschön gilt dem Förderverein, der uns diese vergnüglichen und lehrreichen Stunden finanziert hat.

„Clash of Clabi – Der Kampf ist gewonnen!

In der Apostelkirche konnte ein würdiger Rahmen für diesen wichtigen Moment geschaffen werden, der durch musikalische Beiträge der Abiturientinnen Elisabeth Lemken und Leni Lakebrink zusätzlich in Szene gesetzt wurde. Neben dem Zeugnis überreichte Schulleiterin Frau Langenberg zusammen mit den Jahrgangsstufenleitern Herrn Schulte-Wörmann und Frau Le Breton zudem eine Rose sowie weitere Geschenke und Zertifikate für besondere Leistungen.

Gleich mehrere Schülerinnen und Schüler, allen voran Johannes Stroebe mit den meisten Punkten (880/900 – Note 1,0) seit 20 Jahren, konnten ihr Abitur mit herausragenden Leistungen abschließen, was die Leistungsfähigkeit dieser kleinen, aber feinen Stufe eindrucksvoll unter Beweis stellt. Gratulation!

„Alle eure Träume können wahr werden!“ ist sich Frau Langenberg sicher und Herr Schulte-Wörmann betonte noch einmal den guten Zusammenhalt und das soziale Engagement der Stufe, indem er den Zusammenhang des Computerspiels „Clash of Clans“ mit der Oberstufenzeit der Abiturientinnen und Abiturienten analysierte. „Ihr habt in mehrfacher Hinsicht neue Standards gesetzt.“, lobte Herr Schulte-Wörmann. Ob in schulischen Gremien, bei der Vorbereitung und Durchführungen von Sportwettkämpfen und vielem mehr – immer waren auch Schülerinnen und Schüler der Abiturientia federführend mit dabei!

Der Kampf ist gewonnen! – Game Over? – nein: Next Level!

Das Abiturzeugnis erhielten: Maelo Marley Acevedo Schmid, Olivia Oyinlayefa Badu, Marie Bäumer, Johannes Benkhoff, Leonie-Jule Bienhüls, Raphael Borgmann, Jamie Braun, Ryan Brown, Eva Bülskämper, Jonas Cramer, Hannah Eesmann, Alena Gerick, Konstantin Goldmann, Leon Christian Hartmann, Marten Hausen, Julian Henrik Heller, Ida Homann, Leonard Horstmann, Tim Lukas Jahndorf, Lotta Marit Klaus, Paul Knüpffer, John Romer Kohn, Leni Lakebrink, Elisabeth Lemken, Jannik Loheide, Julian Möller, Ilias Rizkallah Nadili,  Magnus Nekvedavicius, Jannis Niemann, Florian Overkamp, Maximilian Ludger Paus, Sakib Rahman, Marla Robert, Christoph Roschen, Lara Roß, Max Jonathan Samberg, Florian Sappel, Lara Schlickmann, Kyan Schmidt, Jona Schürmann, Samia Shake, Miina Johanna Siemers, Johannes Stroebe, Karina Strothoff, Martje Sumowski, Viola Thiel, Koray Tokmak, Frederik Ullmann, Julius Vogel, Kirsten Voß, Malte Wall, Nicolas Walter, Carina Wesel und Neo Johannes Wilken.

Wir wünschen euch für eure Zukunft alles Gute, Glück und Erfolg. Verwirklicht eure Träume!

Schlaun feiert fröhliches Schulfest

Spaß und gute Laune kamen bei strahlendem Sonnenschien nicht zu kurz. Die Besucherinnen und Besucher wurden mit einem abwechslungsreichen Programm unterhalten, das neben sportlichen Aktivitäten wie Torwandschießen, Saft-Pong, einer Basketballwurfmaschine oder dem – inzwischen schon legendären – Basketballspiel zwischen Schülern und Lehrern auch spaßige Aktionen enthielt wie einen Gamingroom, einen Barfußparcours, Schminken, Dosenwerfen, Kegeln, der Hüpfburg und die beliebte Tombola, die von der Klasse 5 organisiert wurde. Und die Klasse 8B sorgte mit ihrer Fahrradputzaktion dafür, dass man mit einem strahlend sauberen Fahrrad nach Hause fahren konnte.

Auch das Bühnenprogramm in der Schlaunhalle konnte sich sehen lassen. Die Französischschülerinnen und -schüler der Klasse 7 zeigten in einem kleinen Theaterstück, was sie in einem Jahr Unterricht gelernt haben, der Film über den Stratoflight hatte Premiere, die Kunstfachschaft zeichnete die Siegerinnen und Sieger des Fotowettbewerbs und Kunstwerks des Monats aus und musikalische Talente zeigten ihr Können in der Halle und auf dem Schulhof.

Diverse Stände luden zur Erfrischung ein und verwöhnten den Gaumen: Für Liebhaber süßer Köstlichkeiten gab es Waffeln, Kuchen, Zuckerwatte und Popcorn, für Freunde herzhafter Gaumenfreuden eine frische Bratwurst und Salate. Kaffee und ein Kaltgetränke sorgten dafür, dass niemand durstig nach Hause gehen musste.

Der Erlös kommt auch in diesem Jahr wieder dem Johannes-Hospiz in Münster zugute.

Wir bedanken uns bei allen, die unser Schulfest mitgestaltet haben.