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Autor: Margarete Schnieders-Milden

Sport – Bewegung – Gemeinsamkeit

Auf dem Weg von der Schule zu den Aaseekugeln wurde schon mächtig spekuliert und gewetteifert, wie viele Runden man wohl schaffen könne. Gerade die Jüngeren waren ein wenig nervös ob der zu bewältigenden Laufzeit von einer Stunde, in der eine möglichst lange Strecke gelaufen werden sollte. An vier Stationen auf der 2,7 Kilometer langen Runde bekamen die Schülerinnen und Schüler ein Kreuzchen auf ihre Laufkarten. Anschließend freute sich die Schulgemeinde als Erfrischung nach dem Lauf über ein gemeinsames Eis.

Jedes erlaufene Kreuzchen bedeutet eine kleine Spende für die Ausstattung und Gestaltung der „Kulturschiene“, die nach der erfolgreichen Aufführung des Theaterstücks „Schule mit Clowns“ im vergangenen Schuljahr in diesem Schuljahr „Robin Hood“ aufführen wird. Wieder werden viele Schülerinnen und Schüler der Erprobungsstufe (Jg. 5&6) in den Bereichen Schauspiel, Gesang, Kunst, Tanz, Holzwerkstatt und Foto & Film zusammenarbeiten, um ein tolles Theaterstück aufzuführen.

Da das alles nicht nur Zeit und Engagement kostet, freut sich die Schule über die z.T. wirklich tollen sportlichen Leistungen, gleichbedeutend mit Spenden, welche die Schülerinnen und Schüler erlaufen haben. „So trägt die gesamte Schulgemeinschaft durch sportliche Leistung, mitreißende Anfeuerung und Solidarität zum Gelingen eines sicherlich wieder sehr schönen Theaterstücks bei“, freut sich Schulleiterin Sabine Langenberg.

Bielefeld gibt es … und wie!

Als sich am Dienstag der Morgennebel über Münster langsam lichtete und die ersten Eltern um 7:45 Uhr am Parkplatz des Stadtbades Ost mit den aufgeregten Kindern warteten, sagte uns einer der Väter, dass Bielefeld seinerzeit als germanische Siedlung vor den Römern getarnt und versteckt wurde und für die Augen der Feinde „unsichtbar“ gemacht werden sollte und daher wohl der Ursprung der Verschwörungstheorie stammen könne, es gebe Bielefeld nicht.

Schule will forschen und lernen und so haben wir uns das mal lieber selbst angesehen. Bei sonniger, vielversprechender Spätsommermorgensonne machten wir uns mit dem schönen, viel zu großen Bus und 51 viel zu gut gelaunten Kindern mit 6 Patenschülerinnen und

-schülern und 4 Lehrerinnen und Lehrern auf den Weg in die sagenumwobene Stadt ganz im Osten des Bundeslandes, die die meisten dem Namen nach kennen, aber die nur wenige mit eigenen Augen gesehen haben. Seit 10:57 Uhr des 5. September Anno 2023 können wir bezeugen: Bielefeld gibt es … und wie!

Zunächst kamen wir an der modernen Jugendherberge an, die eher an ein Hotel als an eine Herberge erinnerte: große geräumige Zimmer mit Dusche und WC en Suite, TV in jedem Zimmer und gepflegten Räumlichkeiten und schönen Außenanlagen, abgelegen vom Durchgangsverkehr. Das war die erste positive Überraschung für die Forschertruppe aus Münster. Erster Programmpunkt war eine Burgrallye auf der Sparrenburg, die wir nach einem 20-minütigem Spaziergang hauptsächlich durch Parks und auf den Burgberg erreichten. Auf den Spuren des Kurfürsten konnten die kleinen Forscherinnen und Forscher hier die Burg in kleinen Gruppen erkunden und in der anschließenden Pause gab es kaum ein Kind, das nicht schon einen erheblichen Teil seines Taschengeldes in ein paar Süßigkeiten oder Drinks umsetze, auch wenn während der Busfahrt schon so einiges verputzt wurde. Bis zum Mittagessen musste immerhin der Abstieg gemeistert werden und tatsächlich ist uns in den 20 Minuten keines der Kinder verhungert. Nach dem Mittagessen in der modernen Mensa (uns fehlte nichts als der erwartete Hagebuttentee) wurden die Zimmer bezogen und nach einer kurzen Freizeit ging es in die Stadt zur „besten Eisdiele der Stadt“, wo alle die noch ein bisschen Platz im Bauch hatten, eine Kugel exklusiver Eissorten wie Heidelbeer-Rosmarin oder Mango-Buttermilch bestellen konnten. Gut für uns; schlecht für die Handvoll eisliebender Passanten, die auf eine 55-Personenschlange vor der Eisdiele trafen und sich über den Trubel an dem ruhigen Platz neben dem Astoria-Theater wunderten. Das Astoria-Theater war unser nächstes Ziel. Zwei Puppenspieler ließen auf der kleinen Bühne das britische Mittelalter für uns lebendig werden und entführten Kinder, Jugendliche und Erwachsene in die Welt von Robin Hood. In 60 Minuten wurde in rasantem Tempo die Geschichte von Master Robin und der schönen Maid Marian und dem bösen Sheriff von Nottingham erzählt und die Schülerinnen und Schüler bekamen so ganz nebenbei die Handlung für unser Kulturschienenprojekt und damit eine gute Vorstellung von Story und Personen mit. Beim Mitmachtheater wurde der erste Kuss zwischen Marian und Robin mit einem entsetzten „Iehhhh“ kommentiert, wenn der böse Sheriff mal mit Pfeil und Bogen auf die Kinder zielte, wurde er ausgebuht und als Robin den Sheriff schließlich mit einer List besiegt hatte, wurde er von allen Anwesenden ausgelacht und das gute Ende und die Hochzeit mit Jubelrufen gefeiert. Am Ende durften alle Kinder auf die Bühne und konnten sich Kulissen und Puppen ansehen. Und wer genau hinsah, konnte die Robin-Marionette den ernsten Mund zu einem zufriedenen Lächeln verziehen sehen bei so einem dankbaren Publikum. Für die Schauspieler war es wohl ein tolles Lob, als eine Schülerin ihnen, hörbar beeindruckt, sagte: „Sie können aber gut schauspielen“

Rückweg und Abendessen überspringen wir, um den Fokus noch einmal auf die Spielwiese vorm Haus zu lenken, wo die Kinder bis zur Dunkelheit spielten. Müde und erschöpft mussten die Kinder dann um 21:30 Uhr ins Bett und die meisten von ihnen sollen dann auch sofort eingeschlafen sein, hört man von manchen und von anderen hört man auch wieder etwas anderes. Als der letzte Lehrer dann um 1 Uhr ins Bett ging, waren die beiden 5ten Klassen und vier 8ten Klassen einer anderen Schule aber leise und die Ruhe hielt dann auch bis 7 Uhr, als die ersten Früherwachenden allen von ihrem Wachsein berichten mussten.

Nach Frühstück und einer schnellen Aufräumaktion gab es vor der Ankunft des Busses noch Zeit für ein Spiel im Schlosspark: Die Schülerinnen und Schüler mussten eine Flasche so weit, wie es ging, vor einer weißen Linie absetzen. Regel: Alle in der Gruppe mussten beteiligt werden. Keiner durfte den Boden hinter der Linie berühren. Gute Zusammenarbeit, Selbstlosigkeit, Verteilung von Aufgaben und Teamgeist waren die Gelingensideen für dieses Problem.

Die Busfahrt ging schnell und 5 Minuten vor der angekündigten Ankunft kamen alle wieder am Ostparkplatz an und wenn die einen oder anderen Eltern auch noch an der Existenz Bielefelds zweifelten, konnten ihre Kinder ihnen dann bei Kakao und Kuchen davon erzählen, wie sehr es Bielefeld gibt. Unsere Fotos zu diesem Bericht beweisen, dass alles wahr ist, was hier steht; ein paar Kleinigkeiten haben wir vielleicht ausgelassen oder verschwiegen.

Schlaun loves Monkey Market

Jetzt ist es schon eine gute Woche her, dass wir den Monkey Market in unserer Schule beherbergen durften. Verschiedene Künstlerinnen und Künstler, Designerinnen und Designer, Illustratorinnen und Illustratoren und andere kreative Köpfe haben ihre Produkte in unserer Industrial Style-Aula angeboten und zahlreiche Besucherinnen und Besucher angelockt. Die Röstbar hat mit ihrem Stand in unserer Cafeteria für leckeren Kaffee gesorgt, unsere Schülerinnen und Schüler haben die Gäste mit Kuchen und ukrainischen Spezialitäten beglücken dürfen und auf unserem Schulhof gab es Raphaels Eis. Unser Schlaunstand, die SchlaunManufaktur, bot wundervolle Betonarbeiten an, kleine Vasen und Tabletts, die einen kleinen Vorgeschmack auf unseren „Mini Monkey Market“ – den SchlaunMarkt im Oktober boten.

Wir freuen uns ganz besonders über die positive Presse und die Aufmerksamkeit, die unser Kulturschwerpunkt an diesem Wochenende bekommen hat. Unsere Arbeit und vor allem unsere Schülerinnen und Schüler wurden in Online- und Offlinemedien hoch gelobt, was uns sehr stolz macht.

Wir freuen uns jetzt über die verschiedensten Kooperationen, die aus diesem besonderen Event hervorgegangen sind.

Messe „Auf in die Welt!“

Hunderte von Schülern aus dem Münsterland kamen, um sich über Möglichkeiten zu informieren, während oder nach der Schulzeit ins Ausland zu gehen.

Neben Sprachkursen für die Ferien erfreute sich besonders das klassische Highschooljahr nach der Klasse 10 einer großen Nachfrage. Die Abiturienten interessierten sich vornehmlich für ein freiwilliges soziales Jahr beispielsweise in Lateinamerika oder Afrika, au pair in den USA, work and travel in Australien oder für internationale Studiengänge mit doppeltem Abschluss. Der Andrang war so groß, dass man teilweise lange anstehen musste, um zu den Messeständen vorzudringen.

Wer ins Ausland gehen möchte, sollte sich mindestens ein Jahr vorher mit dem Thema beschäftigen.

Für diejenigen, die diese Messe verpasst haben, besteht die Möglichkeit, sie in anderen Städten nachzuholen. Informationen findet man unter www.aufindiewelt.de Bei uns am Schlaun heißt es das nächste Mal am Samstag, den 7. September 2024 wieder „Auf in die Welt!“

Monkey Market am Schlaun am Sonntag, 27. 8. 2023 von 10.30 bis 17 Uhr

Normalerweise findet dieses tolle Event alljährlich auf dem Prinzipalmarkt mit vielen Startup-Künstlerinnen und Künstler von nah und fern statt, bei denen man staunen, bummeln und einkaufen darf (Besucherzahlen im letzten Jahr 8000!).

In diesem Jahr konnten wir dieses einmalige Ereignis in unsere Schule holen und somit eine Möglichkeit des „Beschnupperns“ auf beiden Seiten erreichen.

Austragungsbereich wird der Schulhof, die Schlaunhalle und die beiden großen Flure vor dem Raum 19 und der ehemaligen Aula sein.

Für das leibliche Wohl wird durch die Q1/Q2 in der Cafeteria gesorgt werden (wir benötigen ca. 300(!) Kuchen).

…. Und natürlich werden auch wir mit einem Schlaunstand vertreten sein….

Sollte es noch Interessenten geben, die einen „Flohmarkt“ (gegen eine Gebühr von 15€) anbieten möchten, so wenden Sie sich bitte an Lisa Hafeneger (hafeneger.jcs@schlaun.ms.de).

Über viele Besucher und Helferinnen und Helfer freuen wir uns!!