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Autor: Margarete Schnieders-Milden

Kunst-Leistungskurs erkundet den urbanen Raum

In den letzten Wochen wurden im Rahmen des Themas „Thomas Struth – Fotografie als Konstruktion von Wirklichkeit“ verschiedene fotografische Gestaltungsmittel erarbeitet, deren intentionsgerechter Einsatz erprobt und aktuelle Positionen der zeitgenössischen Fotografie kennengelernt wie z.B. die der „Düsseldorfer Fotoschule“.

Der Kunst-Leistungskurs erlebt seine Wiedergeburt am Schlaun-Gymnasium und ist Teil des neuen künstlerisch-musischen Schwerpunktes der Schule. Mittlerweile altbewährt ist die Absolvierung des „Museumsführerscheins“ in der 6. Klasse, wohingegen neu in der Mittelstufe das Fach „Kunst-Musik-Literatur“ und der Projektkurs „Kunst-Literatur“ in der Oberstufe hinzugekommen sind. Die Kreativität wird darüber hinaus durch die vielen Kooperationen und außerschulischen Kooperationspartner wie z.B. Architekt*innen und freischaffende Künstler*innen (im Rahmen des städtischen Programms „Kultur und Schule“) gefördert und vertieft. Alle Kunstklassen freuen sich auf das nächste Schuljahr, in dem sie die diversen Ausstellungen nicht mehr nur digital sehen, sondern auch endlich wieder mit dem Skizzenbuch unter dem Arm die nahe gelegenen Museen besuchen und die Aura des Originals genießen können.

Unser Abiturjahrgang 2021

In zwei Gruppen, unter strenger Beachtung der Hygieneschutzmaßnahmen, konnte in der Effata-Kirche ein würdiger Rahmen für diesen wichtigen Moment geschaffen werden. Als am Samstag die Zeugnisse an die Schülerinnen und Schüler des Johann-Conrad-Schlaun Gymnasiums von Schulleiterin Frau Langenberg und Jahrgangsstufenleiter Herrn Bollmers vergeben wurden, endete ein langes Pandemie-Schuljahr für die Abiturientinnen und Abiturienten, in denen sie zum Teil im Fernlernunterricht autodidaktisch lernen mussten.

„Den Begriff Corona-Abitur würde ich eher als Kompliment sehen, weil die Schülerinnen und Schüler viel mehr selbst leisten mussten“, sagte die Schulleiterin Frau Langenberg. „Sie mussten selbst lernen, sich selbst motivieren, ihr Lernen selbst organisieren.“

Auch der Jahrgangsstufenleiter Herr Bollmers merkte an, dass seine Abiturientinnen und Abiturienten eine bewundernswerte Einstellung in dieser außergewöhnlichen Zeit gewonnen hätten. Dies zeige sich auch in der Wahl des Abi-Mottos des Jahrgangs „Wir gehen – die Baustelle bleibt“, bei dem die Abiturientinnen und Abiturienten eine Metapher verwendeten: Zu Beginn ihrer Schulzeit sahen sie sich als einen Rohbau, der im Laufe der acht Jahre am Schlaun-Gymnasium ausgebaut und verfeinert worden sei, so dass verschiedene Bauwerke entstehen konnten. Nach Abschluss dieser Bauphase erfolge nun die individuelle Raumgestaltung.

„Das Leben bleibt in Veränderung, bewahren Sie sich den Zauber eines immer wieder neuen Anfangs“, ermunterte die Schulleiterin diesen Abiturjahrgang, bevor sie gemeinsam mit dem Jahrgangstufenleiterteam Herrn Bollmers und Frau Franke die Abiturzeugnisse überreichte.

Weitere Geschenke und Zertifikate für besondere Leistungen folgten. Mit Martin Bülskämper, Lara Kofort und Luca Schlickmann legeten gleich drei Schülerinnen und Schüler des Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasiums ihr Abitur mit der Bestnote 1,0 ab. Auch viele Sonderpreise für hervorragende Leistungen in den Natur- und Geisteswissenschaften wurden verliehen. Besonders hervorzuheben ist die Ehrung für Luise Schröer als Jahrgangsbeste aller Abiturjahrgänge 2021 in Münster für herausragende Leistungen im Fach Philosophie.

Auch hier: Ausgezeichnet! AG-Geschichtsforschung am Schlaun erneut erfolgreich

Maria Volodarskaya (Klasse 8A) hat eine Arbeit über Mädchen und Sport zur Zeit des Nationalsozialismus erarbeitet. Sebastian Weyer und Alexander Kerkau begaben sich auf die Spuren von Karl Behre (1875 – 1956), der als Lehrer am Schlaun und als kommunaler Sportfunktionär aktiv war. Während er im Kaiserreich den Turnsport zur militärischen Wehrertüchtigung unterstützte, engagierte sich Behre nach 1918 im christlichen Sportbund DJK (Deutsche Jugendkraft) und war maßgeblich am Aufbau der Coburg an der Grevener Str. beteiligt. Für ihre Arbeit mit dem Titel „Jugendkraft – für Krieg und Frieden“ recherchierten Alex und Sebastian ebenso wie Maria ab dem Spätsommer 2020 im Stadt- und Bistumsarchiv, sie führten Interviews und werteten Archivalien aus. Ihr Engagement wurde von der Jury des Geschichtswettbewerbs mit Sach- bzw. Buchpreisen gewürdigt. Wir gratulieren unseren Nachwuchshistorikern. Geschichte mit Pointe: Der Urenkel von Karl Behre, Dirk Schulte-Wörmann, ist heute Sportlehrer an unserer Schule.