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Autor: Margarete Schnieders-Milden

Croissants, Kopfsteinpflaster und große Kunst – 9. Klasse in Paris

Natürlich standen einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf unserem Programm. Wir besuchten die im neuen Glanz strahlende Notre-Dame, genossen die Aussicht vom Eiffelturm und erkundeten den Louvre in der “Nocturne” (Abendbesuch) von der weltberühmten Joconde – der französische Name der Mona Lisa – bis hin zur 5000 Jahre alten Käseraspel aus dem 3. Jahrhundert vor Christus. Auch Montmartre mit seinen verwinkelten Gassen und seiner besonderen Atmosphäre war ein Muss.

Besonders viel Spaß machte es, die verschiedenen Viertel von Paris zu Fuß zu entdecken. Dabei begegneten wir immer wieder beeindruckender Streetart, kleinen Cafés und dem typischen Pariser Stadtleben. Auch den Besuch der Installation an der Seine als Andenken an den eingepackten “Pont-Neuf” von Christo vor 40 Jahren sowie das Künstler-Atelierhaus 59 Rivoli durften als Kunst- und Kultur-Schule im Programm nicht fehlen. Abgerundet wurde das kulturelle Angebot mit einer Bootsfahrt auf der Seine, wo sich vom Wasser aus ein ganz neuer Blick auf die Stadt und ihre berühmten Bauwerke bot.

Das kulinarische Erlebnis durfte bei einem Frankreichbesuch natürlich nicht zu kurz kommen: vom Picknick in den Tuilerien bei bestem Wetter bis hin zum Besuch einer Crêperie und einer Brasserie erwiesen sich viele Schülerinnen und Schüler als wahre Gourmets und probierten sich durch französische Köstlichkeiten.

Die vier Tage vergingen wie im Flug. Neben vielen kulturellen Eindrücken hatten wir vor allem eine tolle gemeinsame Zeit, konnten die französische Kultur hautnah erleben und viele schöne Erinnerungen mit nach Hause nehmen. Fazit: Es war eine gute Entschädigung für den abgesagten Frankreichaustausch und es wurde trotzdem viel Französisch gesprochen.

Paris hat uns begeistert – au revoir und sicherlich bis bald!

Besuch der Synagoge in Münster

Am 13.Mai besuchte unsere Klasse, die 6A, die Synagoge in Münster. Der Ausflug fand im Rahmen des Projekts „Museumsführerschein“ und des Deutschunterrichts statt, da wir gerade das Buch „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ gelesen hatten. Dieses handelt von der Flucht eines 10jährigen jüdischen Mädchens vor dem Holocaust.

Als wir an der Synagoge ankamen, fiel uns sofort auf, dass sie nicht wie eine Kirche, sondern eher wie ein modernes Gebäude aussah. An der Vorderseite der Synagoge ist ein Davidstern zu sehen. Im Vorraum sahen wir den Chanukka-Leuchter und sprachen mit einer Mitarbeiterin. Sie erklärte auch, warum die Polizei vor dem Gebäude war: Die Synagoge muss vor Angriffen geschützt werden.

Schließlich gingen wir in den Gebetsraum, nachdem die Jungen sich eine Kippa aufgesetzt hatten. Wir erfuhren viel über das Judentum, wir durften viel fragen und auch erzählen, was wir schon wussten. Dabei haben wir gemerkt, dass der Islam, das Christentum und das Judentum viele Ähnlichkeiten haben.

Dann durften wir auch schon die Torarollen anschauen, von denen eine auf Hebräisch geschrieben war. Uns wurde gezeigt, wie man den Zeigestab (Yadl) nutzt. Daraufhin gingen wir in den Gemeinderaum, wo man lesen, Spiele spielen und sich entspannen konnte.

Wir haben auch gelernt, dass die Synagoge nicht das Gotteshaus der Juden, sondern eher ein Gebets- und Versammlungshaus ist. Zum Abschluss gingen wir noch ein Eis essen.

Der Besuch der Synagoge war sehr interessant und wir konnten viel daraus mitnehmen.

Vielen Dank an Mirelle Mbah (6A) für ihren interessanten Bericht!

Kunst neu denken: das Projekt Re+Aktion

„Seit wir mit dem Schlaun-Gymnasium zusammenarbeiten, passiert in unserer Sammlung einiges“, schreibt Justin Schwirz auf der Homepage der Galerie Deilmann. Die Galerie befindet sich mitten im Zentrum Münsters und beherbergt die private Sammlung hochrangiger zeitgenössischer Kunstwerke des Architekten Andreas Deilmann. Entstanden ist eine Form der Kooperation, die allen Beteiligten im Gedächtnis bleiben wird. Dies ist in erster Linie dem Engagement von Herrn Schwirz zu verdanken, der seit Februar eng mit den beiden EF-Kunstkursen zusammengearbeitet hat und unser Projekt folgendermaßen beschreibt:

„Mit dem Projekt Re+Aktion laden wir Schülerinnen und Schüler ein, Kunst nicht nur anzuschauen, sondern aktiv zu erleben und dabei ihren ganz eigenen Blick zu entwickeln.

Was Re+Aktion so besonders macht, zeigt sich vor allem zwischen den einzelnen Projektphasen. Denn hier geht es um weit mehr als nur das Ergebnis.

Als öffentliche Kunstsammlung ist es uns ein zentrales Anliegen, Mut zu machen. Mut, sich auf Kunst einzulassen. Und vor allem: Mut, selbst kreativ zu werden und die eigenen Ideen auch zu zeigen.

Das klingt selbstverständlich, ist es aber längst nicht mehr. Wir leben in einer Welt, die stark von Perfektionismus und Außendarstellung geprägt ist. Alles soll „fertig“, „durchdacht“ und möglichst makellos sein. Genau das schafft enorme Hemmschwellen, gerade bei jungen Menschen. Die eigene Kreativität wird schnell hinterfragt oder gar nicht erst zugelassen.

Ein Moment aus dem Projekt hat das besonders deutlich gemacht: Einige Schülerinnen und Schüler erkannten bestimmte Werke aus der Sammlung zunächst nicht als „Kunst“ an – schlicht, weil sie sich selbst zutrauen würden, etwas Ähnliches zu erschaffen.

Was auf den ersten Blick fast wie ein Kompliment klingt, zeigt bei genauerem Hinsehen ein grundlegendes Problem: Kunst wird oft als etwas verstanden, das über uns steht. Etwas, das nur „besondere“ Menschen erschaffen oder verstehen können. Wenn man es sich selbst zutraut, kann es scheinbar keine „echte“ Kunst sein.

Genau hier versuchen wir mit Re+Aktion anzusetzen. Es geht darum, ein neues Selbstverständnis zu entwickeln. Eines, in dem Kunst nicht exklusiv ist, sondern uns allen gehört. Kunst entsteht überall dort, wo Menschen sich trauen, ihre Perspektive sichtbar zu machen.“

Ablauf des Projekts

Beim ersten Besuch ging es noch ziemlich frei zu: Die Schülerinnen und Schüler streiften durch die Räume, ohne dass wir ihnen erklärt hätten, was die Kunstwerke bedeuten oder wie sie entstanden sind. Die Leitfrage war simpel, aber herausfordernd: „Welches Werk ist für euch am meisten und welches am wenigsten Kunst?“ Die Antworten? Spannend und manchmal überraschend: „Für mich ist es keine Kunst, wenn man es einfach nachmachen kann“ oder „Es ist keine Kunst, wenn es langweilig ist.“ Schnell wurde klar, dass viele Kunst vor allem an Schwierigkeit, Technik, Bildlichkeit oder Aussage messen und nicht nur daran, wie sie aussieht.

Danach startete die eigentliche Herausforderung: Jeder und jede suchte sich ein Werk aus und sollte darauf künstlerisch reagieren. Ohne Grenzen, frei nach den eigenen Ideen. Dabei ging es nicht nur um das Gestalten, sondern auch darum, den eigenen Kunstbegriff zu hinterfragen und zu überlegen, wie er sich mit dem „klassischen“ Kunstverständnis verbindet.

Beim zweiten Besuch in der Sammlung wurden erste Entwürfe direkt vor den Originalwerken vorgestellt und gemeinsam besprochen. In der gemeinsamen Diskussion reflektierten die Schülerinnen und Schüler ihre Konzepte, gaben einander konstruktives Feedback und entwickelten ihre Gedanken weiter.

Der Austausch beschränkte sich dabei nicht nur auf die Besuche in der Sammlung. Herr Schwirz machte sich auch auf den Weg zum Schlaun-Gymnasium und begleiteten die beiden Kurse im Kunstunterricht. Dabei ging es nicht allein darum, Impulse für neue Ideen zu geben, sondern die Schülerinnen und Schüler auf ihrem ganz eigenen Weg zum fertigen Kunstwerk zu unterstützen. In den darauffolgenden Unterrichtsstunden wurden die Arbeiten weiter ausgearbeitet und vervollständigt. Schließlich entstand gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern ein kuratorisches Konzept, das die einzelnen Reaktionen miteinander in Beziehung setzte. Ziel war es, die entstandenen Werke nicht nur für sich stehen zu lassen, sondern sie in einer gemeinsamen Ausstellung zusammenzuführen: Als sichtbares Ergebnis eines offenen, dialogischen und kreativen Prozesses.

Am 21.5. haben wir das Projekt mit einer feierlichen Vernissage abgeschlossen. Die Werke sind noch bis Ende Juni in der Galerie Deilmann ausgestellt. Es gibt sogar einen kleinen Ausstellungskatalog, in dem alle Werke abgebildet sind.

Römerlager Xanten

Am 11.5.2026 machten wir, die Klassen 6A und 6B, einen Ausflug ins Römerlager nach Xanten. Begleitet wurden wir von Frau Jung, Frau Hellmann, Herrn Reckmann und Herrn Hengstermann.

Als erstes nahmen wir an einem Workshop teil. Hierfür wurden wir in drei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe wurde so eingekleidet, wie es zur Zeit der Römer in den verschiedenen Gesellschaftsschichten üblich war. Die zweite Gruppe fertigte Wachstafeln an und die dritte Gruppe stellte Münzen her. Dabei konnten wir viel über das Leben der Römer lernen. Danach bekamen wir eine spannende Führung durch das Römerlager. Uns wurden das nachgebaute Kolosseum, der Waschtempel und vieles mehr gezeigt.

Zum Schluss hatten wir noch etwas Zeit, um im Shop Souvenirs zu kaufen. Der Ausflug hat allen viel Spaß gemacht und wir haben viel Neues über die Römer gelernt.

Vielen Dank, Sultan und Rayan aus der 6A, für euren spannenden Artikel über euren Ausflug!

„Re+Aktion“

Nach der Vernissage ist bei uns am Schlaun vor der Vernissage: Direkt nach der erfolgreichen Eröffnung unserer Oberstufen-Ausstellung „Frische Kunst zum Jubiläum“ im Sozialgericht Münster, steht die nächste Ausstellung vor der Tür.

Im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit der Deilmann Stiftung haben Schülerinnen und Schüler unserer EF Kurse künstlerische Reaktionen auf ausgewählte Werke der Deilmann-Sammlung gestaltet. Diese Arbeiten werden nun gemeinsam mit den Originalwerken in der Sammlung ausgestellt – ein wirklich tolles Projekt.

Die Vernissage des gemeinsamen Ausstellungsprojekts „Re+Aktion“ findet am Donnerstag, 21.05. um 16:00 Uhr in den Räumlichkeiten der Sammlung Deilmann statt. Wir sind selbst sehr gespannt auf das Gesamtergebnis und freuen uns auf das Event!

Frische Kunst zum Jubiläum – Vernissage im Sozialgericht

Wie jedes Jahr werden besonders gelungene Arbeiten aus dem Kunstunterricht der Oberstufe im nahegelegenen Sozialgericht (Alter Steinweg 45) ausgestellt. Großformatige Kohlezeichnungen, Selbstporträts (Q1 LK) und Handstudien (EF GK) sowie fotografische Dokumentationen von Land Art-Projekten (Q1 Projektkurs Kunst) werden gezeigt.

Dieses Jahr hat sich aber außer der Reihe auch eine Werkserie der Erprobungsstufe eingeschlichen: die Schwarzlicht-Performance der Kulturschiene Kunst, bei welcher die Schülerinnen und Schüler in sogenannte Tanzsäcke geschlüpft sind, um darin zu tanzen, Standbilder zu kreieren und damit verschiedene Formgebungen für die Bühne auszuprobieren. Die fotografische Dokumentation dieser Performances wird ausgestellt.

Auf der Vernissage am 8. Mai begrüßte der Präsident des Sozialgerichtes, Herr Dr. Lange, alle Besucherinnen und Besucher und stellte, ebenso wie auch Frau Langenberg in ihrer Eröffnungsrede, die Werke der Schülerinnen und Schüler in den Vordergrund. Das Schlaun sei stolz auf diese herausragenden Leistungen.

Gedankt wurde den Organisatorinnen der jährlichen Ausstellungen des Schlauns: Das sind seit vielen Jahren Frau Temminghoff vom Sozialgericht und Frau Wilhelms vom Schlaungymnasium.

Die Ausstellung kann noch bis zum 10. Juli bewundert werden. Die Ausstellenden sind:

Amelie Graubner, Chiara Grote, Anna Vakhrusheva, Delnya Daoud, Ahata Balahura, Nadia Cojocaru, Emil Falkuß, Diana Ceneviz, Jule Böse, Naima Benkrama, Lana Hodroj, Johanna Valbert, Helin Dereli, Nike Harbecke, Charlotte Jürgens.