Eingeladen wurde er von unseren Schulsozialpädagoginnen, denn das Thema mentale Gesundheit spielt am Schlaun-Gymnasium eine zentrale Rolle. Gemeinsam wollten wir der Frage nachgehen, welche Strategien aus dem Leistungssport helfen können, um auch im schulischen Alltag besser mit Druck und Erwartungen umzugehen.
Teilgenommen haben Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 5 bis Q2, die die Gelegenheit nutzten, offen und interessiert ihre Fragen zu stellen. Unsere Erwartungen wurden dabei mehr als übertroffen: Christian Pander begegnete den Jugendlichen äußerst nahbar, authentisch und wertschätzend. Er ging auf jede Frage ein und schaffte es, seine Erfahrungen so zu vermitteln, dass alle sich angesprochen fühlten.
Besonders eindrucksvoll war, wie bildlich und verständlich er seine Gedanken erklärte. Die Schülerinnen und Schüler nahmen viele praktische Impulse mit – zum Beispiel, sich kleine, erreichbare Ziele zu setzen, um Erfolge bewusster wahrzunehmen, oder Herausforderungen anzunehmen, ohne diese direkt zu katastrophisieren.
Ein weiterer zentraler Gedanke war, dass Lebenswege selten geradlinig verlaufen: Rückschritte gehören ebenso dazu wie Erfolge. Entscheidend ist, nach Misserfolgen nicht aufzugeben, sondern weiterzugehen und an sich zu glauben. Christian Pander machte deutlich, dass es niemals ein Zeichen von Schwäche ist, sich Unterstützung zu holen – im Gegenteil: Hilfe anzunehmen ist ein Ausdruck von Stärke und Selbstverantwortung.
Auch im Umgang mit Druck vermittelte er eine wichtige Haltung: Jeder und jede muss für sich selbst entscheiden, wie mit Belastungen umgegangen wird. Druck kann dabei auch als Ansporn und Chance verstanden werden – als „Geschenk“, aus dem persönliches Wachstum entstehen kann.
Deutlich wurde insgesamt: Mentale Gesundheit ist im Profisport ebenso wichtig wie in der Schule. Der Umgang mit Erwartungen, Leistungsanforderungen und unterschiedlichen Persönlichkeiten gehört in beiden Bereichen zum Alltag. Sowohl Lehrkräfte als auch Trainerinnen und Trainer stehen vor der Herausforderung, jedes Individuum wahrzunehmen und bestmöglich zu begleiten.
Die Veranstaltung war für alle Beteiligten eine große Bereicherung und hat uns sehr bewegt zurückgelassen. Wir sind Christian Pander äußerst dankbar, dass er sich trotz seines vollen Terminkalenders die Zeit für unsere Schülerinnen und Schüler genommen hat.