Im Physikunterricht der achten Klasse ging es letzte Woche um große Fragen der Wissenschaft: Wie entsteht Leben? Und gibt es vielleicht außerirdisches Leben im Universum? In seinem Vortrag nahm der Kernphysiker Jona Dreier die Schülerinnen und Schüler mit auf eine Reise, die notwendige Bedingungen zur Entstehung von Leben analysierte und einen faszinierenden Einblick in die Schnittstellen von Biologie und Physik lieferte.
Unterstützt wurde die theoretische Reise durch beeindruckende praktische Versuche. Im ersten Versuch wurde Wasser mit unterschiedlichen Temperaturen unterschiedlich gefärbt und in zwei separate Kammern gegossen. Dann wurde die Trennwand entfernt und die Schülerinnen und Schüler beobachteten, dass sich das Wasser zunächst nicht vermischte, sondern in zwei Schichten aufteilte – warmes Wasser oben, kaltes Wasser unten. So wurde sichtbar, wie Temperaturunterschiede das Verhalten von Flüssigkeiten bestimmen. Im Anschluss erklärten die Wissenschaftler die entscheidende Rolle der Konvektion — also der Wärmemitführung — als Hauptgrund für die Durchmischung. Der Vergleich zur Physik der Sterne machte deutlich, wie universell dieses Prinzip ist: Auch in Sternen transportieren Konvektionsströme Energie und prägen ihre Dynamik.
Die Rückmeldungen fielen auf beiden Seiten ausgesprochen positiv aus und man war sich schnell einig: Diese gelungene Kooperation soll fortgeführt werden — wir freuen uns schon jetzt auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.
Fotos: Barbara Leibrock