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Aktuell vom Schlaun

15.02.2018 21:25

Gemeinsames Erinnern: Schlaunianerinnen und Schlaunianer auf den Spuren von Erich Waldeck

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages (27. Januar, Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau) hat der Differenzierungskurs Geschichte/Politik der Jahrgangsstufe 8 die Geschichte Erich Waldecks erforscht und bei einem Gedenkgang an sein Schicksal und das seiner Familie erinnert.

Kategorie: Schlaun_Aktuell

Auf den ersten Blick war Erich Waldeck (geb. 1915) ein typischer „Schlaunianer“. In seinen Lebenserinnerungen erzählt er, dass er gerne zur Schule ging, dort nette Freunde hatte und viel Sport trieb. Im Laufe der Jahre wurde Erich Waldeck, der ab 1925 auf das Schlaun ging (damals: Oberrealschule), aber auch Opfer antisemitischer Ausgrenzung. Aus einem Interview mit Erich Waldeck aus dem Jahr 1997 ist bekannt, dass er als Jude zum Teil sehr verletzende Erfahrungen gemacht hat, wobei er auch von einem Lehrer diskriminiert wurde.

Am Freitag, 26. Januar, führte der Differenzierungskurs Geschichte/Politik einen Erinnerungsgang zu wichtigen Lebensstationen von Erich Waldeck und seiner Familie durch. Dabei kamen die Schülerinnen und Schüler mit vielen Passanten ins Gespräch. Sie informierten über die Ausgrenzung und Auswanderung Erich Waldecks 1935 nach Palästina. Vor dem Wohnhaus von Familie Waldeck und vor deren ehemaligen Ladenlokal sprachen die Schülerinnen und Schüler über die Entrechtung, Deportation und Ermordung von Carl und Henny Waldeck, den Eltern Erichs, durch die Nationalsozialisten. 

Am späten Vormittag versammelte sich der Kurs dann gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern anderer Schulen auf dem Platz des Westfälischen Friedens. Im Beisein der Bürgermeisterin wurden verschiedene Erinnerungsprojekte vorgestellt. „Wir sehen unsere Schule und Stadt nun mit anderen Augen“, fasste Sebastian Weyer das Projekt zusammen.

 

 

 

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