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Aktuell vom Schlaun

05.07.2019 15:34

Eine Exkursion in die Augusta Treverorum alias Trier– der Lateinkurs der EF auf den Spuren der Antike

Wo kann man römische Bauwerke besichtigen und noch einmal intensiv der römischen Geschichte und Kultur begegnen? Diese Frage stellte sich der Lateingrundkurs der EF, der zum Ende des Schuljahres mit dem Erreichen des Latinums endet. Als Ziel einer Abschlussfahrt wurde die Stadt Trier, von den Römern gegründet und Deutschlands älteste Stadt, ausgewählt.

Kategorie: Schlaun_Aktuell

Trier war sogar eine Zeit lang in der Spätantike eine der Hauptstädte des römischen Weltreiches und Residenz Kaiser Konstantins.

Und so unternahmen die Schülerinnen und Schüler mit Frau Schnieders-Milden und Frau Hartermann als Begleitung in der vergangenen Woche eine zweitägige Exkursion nach Trier. Dafür wurde sogar ein Teil des Wochenendes eingesetzt, denn am Freitag ging es frühmorgens mit dem Zug los und am Samstagnachmittag erst kehrten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach zwei heißen Tagen zurück.

Eine gute Entscheidung war es, direkt nach der Ankunft Fahrräder an der Fahrradstation am Hauptbahnhof auszuleihen. Mit ihnen konnten auch die etwas entfernter liegenden Ziele wie das Amphitheater, die Römerbrücke und die Thermenanlagen angesteuert werden. Die versierten Münsteraner Fahrradfahrer erwiesen sich allerdings als Herausforderung für die Trierer Autofahrer. Eine so große Radlergruppe war man dort offensichtlich nicht gewohnt.

Die Schülerinnen und Schüler übernahmen während der Erkundungen in der Stadt selbst die Rolle von Stadtführern, indem sie ihren Mitschülerinnen und Mitschülern in Referaten die Geschichte der Stadt Trier und ihre Sehenswürdigkeiten vorstellten. Trier gehört mit seinen Römerbauten zum UNESCO-Welterbe. Bis heute prägen die römischen Großbauten Porta Nigra, Kaiserthermen, Barbarathermen, Amphitheater, Römerbrücke und Konstantin-Basilika das Stadtbild Triers. Die Exkursion griff Themen aus dem Lateinunterricht auf und machte das Leben in der römischen Provinz in der Spätantike lebendig. Auch eine Museumsrallye im Rheinischen Landesmuseum, mit der Exponate eigenständig erkundet werden konnten, kam gut an. Und beim Rätseln, was denn die lateinischen Sprüche an den Kirchtürmen bedeuten („Vigilate et orate!“ oder „Nescitis qua hora dominus veniet.“), konnten die Schülerinnen und Schüler unter Beweis stellen, dass sie in fünf Jahren Lateinunterricht doch einiges gelernt haben.

Bei den Stadterkundungen blickten die Schülerinnen und Schüler auch ein wenig über den „Tellerrand“ der Antike hinaus. Auf der Fahrt durch die Stadt kam man am Geburtshaus von Karl Marx vorbei, untersuchte die Frage, wie es nach den Römern in Trier weiterging, und auch der mittelalterliche Dom war einen Besuch wert. Wohlverdient war der freie Abend, der auf dem Stadtfest oder an der Mosel verbracht wurde.

Fazit: Man muss nicht nach Rom fahren, um römische Baudenkmäler zu bewundern. Eine gelungene Exkursion und schöne „Belohnung“ für fünf Jahre Lateinlernen!



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