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Aktuell vom Schlaun

17.03.2019 15:16

Das Schlaun zeigt Flagge(n)

„Ist euch eigentlich klar, dass es am Schlaun Menschen mit Wurzeln aus mehr als 30 Nationen gibt, die hier unterrichtet werden oder unterrichten?“, fragte Martje Sumowski als Vertreterin der SV und der Europa-AG zu Beginn der Auftaktveranstaltung des Projekttags Flagge(n) zeigen am Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium. Eine Frage, die sich im Laufe des Tages beantworten sollte.

Kategorie: Schlaun_Aktuell

In verschiedenen Workshops, organisiert von Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrkräften und externen Gästen engagierte sich das Schlaun-Gymnasium im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ der Stadt Münster und lud zu einem Tag des Einblicks in die Vielfältigkeit der Schule ein. Es sollte darum gehen, einerseits „Flaggen“ zu zeigen: Die Besonderheiten verschiedener am Schlaun vertretener Herkünfte hervorzuheben, andere Kulturen kennen zu lernen, Klischees zu ironisieren, Vorurteile abzubauen und die Vielfalt an der Schule deutlich zu machen. Andererseits aber stand auf dem Programm, die Gemeinsamkeit und Bereicherung dieser Vielfalt auch außerhalb des Schulalltags bewusst zu machen und „Flagge zu zeigen“ – gegen Rassismus und für die Gemeinsamkeiten, die die Schulgemeinde vereint.

Von Angola bis hin zum zypriotisch geprägten griechisch-türkischen Dualismus reichte das Angebot von und für Schülerinnen und Schüler, um sich zunächst mit Unterschieden der Nationen auseinanderzusetzen, dann aber das zu finden, was die Gemeinsamkeiten ausmacht.  Darunter waren, um nur einige Workshops zu nennen, die Geschichte des Roten Kreuzes, dessen Grundgedanke in so vielen Ländern vertreten wird, oder Gesellschaftsspielvariationen, deren Ähnlichkeiten bemerkenswert waren.

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ – dass eine Schule dieses Siegel trage, sei toll, dass eine solche Auszeichnung notwendig sei, dagegen erschreckend. So sagte es Christoph Strässer, der Schlaun-Pate dieser Initiative, im vergangenen Sommer, als er zur offiziellen Auszeichnung gratulierte.  Auch dieser Blickwinkel wurde am Projekttag eindrücklich thematisiert durch eine Reise in die Vergangenheit der Schule, die sich mit dem Antisemitismus der 30er Jahre sowie dem Rassismus in Schulbüchern der NS-Zeit auseinandersetzte.

Eher in die Zukunft gewandt dagegen waren andere Workshops, deren Inhalte sich höchst aktuell der Politik der EU sowie der Thematik von Flucht und Migration widmeten, die am Schlaun nicht zuletzt wegen des Status als Referenzschule für Integration von besonderer Bedeutung ist.

Nach einem spannenden Vormittag intensiver Erarbeitung hatten alle Schülerinnen, Schüler und Gäste die Gelegenheit, sich in einem Rundgang die Ergebnisse der anderen Workshops anzusehen, anzuhören oder schmecken zu lassen. Wie eine Rallye durch die bunte Breite des Angebots war die Präsentationsphase gestaltet und bot reichlich Möglichkeiten zum Austausch.

In der Abschlussveranstaltung der versammelten Schulgemeinde zogen die Schülerinnen und Schüler, die Schulleitung sowie die Schirmherren Herr Strässer als Pate und Herr Tsakalisis vom Integrationsrat Münster das Fazit, dass die gelebte Vielfalt am Schlaun glücklicherweise Alltag sei, einen besonderen Tag der Bewusstmachung aber durchaus verdient habe.

In diesem Sinne sind sowohl die SV als auch die Europa-AG des Schlauns bereits dabei, weitere Aktionen dieser Art in die Wege zu leiten.

 

 

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